Das eigene Ich

Vorweg…vielen Dank liebe Jenny das ich dich heute zum Thema machen darf:-)

Letztes Wochenende hatten wir Besuch von einer guten Freundin und deren Sohn. Wir hatten jetzt nicht täglich Kontakt aber haben uns hin und wieder vor dem Kindergarten getroffen. Denn ihr kennt das sicher…ein Heimgang ohne paar Minuten auf den Spielplatz zu gehen, welcher sich direkt neben dem Kindergarten befindet, ist schlichtweg unmöglich:-)

Aber immer wenn wir uns sehen ist es als würden wir uns täglich sehen. Man muss einfach kein Blatt vor den Mund nehmen. Ich genieße das sehr. Sie ist Anfang des Jahres mit ihrem Sohn in die Nähe ihres Partners gezogen und der Große wird dann in ihrem jetzigen Heimatort eingeschult. Ich denke Kinder in dem Alter passen sich relativ schnell neuen Situationen an und lernen auch neue Kinder kennen.

Ihr Besuch hat mich sehr zum Nachdenken angeregt wie wohl andere Leute mit solchen, plötzlich auftretenden, Hautproblemen umgehen welche vorher damit noch nie Kontakt hatten. Bei mir ist das Thema schon immer relevant. Mal mehr und mal weniger ausgeprägt aber ich kenne es eigentlich nicht wenn man komplett gesunde Haut hat. Es muss unheimlich frustrierend sein wenn man sich im Spiegel nicht mehr anschauen kann. Man fühlt sich so unheimlich bloßgestellt vor allen. Es tut oft auch einfach körperlich weh wenn man Wunden, Risse oder geschwollene Stellen hat. Und das dann noch im Gesicht ist so ungefähr das schlimmste was ich mir vorstellen kann.

Du kannst deine Haut im Gesicht eben nicht verstecken. Überall sonst gibt es Kleidung aber nicht im Gesichtsbereich. Genau das ist ihr widerfahren. Wahrscheinlich führte eine Allergie zu dem Ausbruch. Welche genau das sein kann klärt sie gerade bei Fachärzten ab. Ich wusste gar nicht das es mittlerweile so schlimm ist. Aber was heißt schlimm: Wer definiert “schlimm”?

Am Ende muss man versuchen erhobenen Hauptes nach vorn zu Blicken. Ich habe auch sehr oft meine Hautprobleme im Gesicht. Da immer das totale Selbstvertrauen auszustrahlen ist, so glaube ich zumindest, fast unmöglich. Wir haben uns länger unterhalten und ich denke es tat ihr auch gut mit jemandem darüber zu sprechen der ähnliches erlebt hat. Meiner Meinung nach kann auch jemand ohne Hautprobleme nicht wirklich mitreden. Ganz oft kommen diese und jene Ratschläge von Leuten die es nur gut meinen. Klar ok aber das hilft einem auch nicht weiter. Ich denke es braucht Zeit sich so zu akzeptieren wie man ist. 

Das Thema und unser Gespräch hat mich sehr lange beschäftigt und ich musste ein paar Tage darüber nachdenken was genau ich eigentlich schreiben will. Sie klärt jetzt ab was genau ihr zu schaffen macht und probiert ein paar verschiedene Cremes aus. Das muss man auch denn es gibt bei Neurodermitis kein Allroundheilmittel. Am Ende des Tages empfand ich sie als sehr Stark und ich selber finde sie geht gut mit der Sache um. Es ist am Ende “nur” eine Hautkrankheit welche aber psychisch absolut nicht zu verachten ist. Ich habe vor einiger Zeit mal überlegt in diese Richtung was zu machen und im Moment kribbelt es mir in den Fingern. Na mal sehen was noch so kommt. 

Wann sind wir eigentlich zufrieden?

Ich freue mich gerade wie ein kleines Kind vor Weihnachten. Wir haben heute unser Ferienhaus gebucht und hoffen dass uns Corona nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht. Endlich abschalten und mal raus aus dem Alltag. Ein paar Tage Urlaub tut uns allen gut und lässt uns mal was anderes sehen und hören außer Corona. Zumindest hoffen wir das. 

Ich muss dazu sagen, das ich mit dem Thema Corona mehr als skeptisch umgehe. Wir verleugnen Corona nicht, jedoch finden wir die Einschränkungen zu diesem Thema mehr als grenzwertig und unangemessen. Ich möchte nicht wissen wie viele Betriebe der Gastronomie oder der Veranstaltungsbranche darunter Pleite gehen. Zu diesem Thema könnte ich mich ewig auslassen. Mittlerweile ist ja auch die Priorisierung der Berufsgruppen aufgehoben worden soweit ich informiert bin und das wird auch höchste Zeit!! JEDER der mit seinem Job seinen Lebensunterhalt bestreitet IST Systemrelevant!! Ich fühle mich schon als Mensch 2ter Klasse behandelt wenn ich als Kundenbetreuerin im Büro nicht wichtig genug bin um meine Kids in die Kita zu bringen und arbeiten zu gehen. Nein, ich hatte keinen Anspruch auf Notbetreuung und musste daher diverse Kindkranktage in Anspruch nehmen. 

Mich hat das derart frustriert dass sich das am Ende auf die ganze Familie ausgewirkt hat. Zum Schluss haben wir, und tun wir bisher auch immer noch nicht, keine Nachrichten mehr geschaut. Es gibt doch mittlerweile kaum noch andere Themen als Gewalt, Ausländerhass sowie deren Auswirkungen und eben Corona. Was wir extrem merken ist die angespannte Psyche bei Collin. Bei uns Eltern aber am Ende genauso. Er kommt kaum zur Ruhe und ist am Ende auch öfter drinnen als sonst. Wir gehen viel raus auch durch das Gehöft und die Tiere. Aber ohne regelmäßige Schule und die sportlichen- sowie gesellschaftlichen Aktivitäten ist man halt mehr zu Hause. Er hat einfach gerade diese Null-Bock-Stimmung welche ich ja nachvollziehen kann aber es uns eben nicht immer leicht macht. Das zeigt sich auch beim Thema eincremen. Dies hatte ich ja schonmal angesprochen. Mal so und mal so:-)

Es ist einfach die Luft komplett raus und ich würde gern wieder zur Normalität übergehen. Ein bisschen naiv aber man soll ja noch Träumen dürfen:-)

Ich bringe hier lediglich meine Meinung und mein Empfinden zum Ausdruck. Selbstverständlich respektiere ich die Meinung anderer. Ich lasse auch gern mit mir reden und diskutiere gern über verschiedene Meinungsansätze. Aber ich lasse mir meinen Mund eben auch nicht verbieten. Klar setze ich die Maske im Laden auf und mache einen Coronatest wenn ich gewisse Dinge erledigen will. Weil es eben im Moment nicht anders geht.! Ich finde aber sehr wohl dass vieles für mich nicht zusammenpasst. 

Trotzdem denke ich das wir alle gestärkt aus der Sache rausgehen werden und jeder seinen Weg gehen wird. Ich bin der Überzeugung dass immer eine Tür aufgeht wenn sich vorher eine geschlossen hat. Ich habe mich gewagt diesen Blog hier zu starten und Euch einfach von unserem Leben und unseren Erfahrungen zu berichten. Das war auch für mich eine völlig neue Erfahrung die mich in meinem Selbstbewusstsein gestärkt hat. Wir werden das alles durchstehen und ganz bestimmt werdet ihr auch etwas positives an bzw bei Euch entdecken. Immer nach vorn, nie nach hinten schauen. Dies ist mein Motto und ich versuche es täglich zu realisieren. Gott sei Dank sind wie alle nur Menschen und fallen mal hin. Krone richten und weiter!:-)

Bis Bald

Tubifast Schlauchverband

In meinem heutigen Beitrag möchte ich Euch ein paar Infos zum Schlauchverband von Tubifast dalassen. Wir benutzen den Schlauchverband seit 2014. Wir waren damals in Oberjoch zur Kinderrehabilitation. Ich habe damals für Collin eine Reha bei der Rentenversicherung beantragt und sie wurde auch direkt bewilligt. Ich gehe demnächst noch näher auf die Rehaklinik ein. Ihr könnt mich auch gern per Mail kontaktieren wenn Ihr dazu Fragen habt oder generell Fragen zu Themen die ich vielleicht bislang noch nicht angeschnitten habe. 

Aber zurück zum Schlauchverband.

Wir hatten dort während der Reha verschiedene Cremeschulungen in denen ich von dieser Methode direkt begeistert war. Die Schulung wurde in kleinen Gruppen abgehalten, was der ganzen Sache einen familiären Flair gegeben hat. Wir konnten dort verschiedene Cremes und Salben testen und ich habe direkt bei einem anderen Papa den Schlauchverband getestet. Auch an mir selber habe ich es ausprobiert. Tubifast gibt es in 5 verschiedenen Größen (Rot, Grün, Blau, Gelb und Lila) welche für verschiedene Gliedmaßen bzw für Menschen verschiedenen Alters geeignet sind.

Größen

Wir benutzten bisher meist den Grünen (5 cm Breite)  und den Blauen (7,5 cm Breite) und es sind immer 10 Meter auf der Rolle.

Hier habe ich eine Übersicht über die angebotenen Größen zusammengestellt:

Farbe SchlauchverbandGröße/Umfang GliedmaßenAnwendungsgebiet
Rot ( 3,5 cm )9 – 18 cmFür Babys und sehr dünne Gliedmaßen
Grün ( 5 cm )14-24 cmBeine und Arme bei etwas größeren Kids
Blau ( 7,5 )24 – 40 cmGut für Hals-, Nacken und Bauchbereich
Gelb ( 10,75 )35 – 64 cmeher für Erwachsene
Lila ( 20 cm )64 – 130 cmeher für Erwachsene

Der Schlauchverband selber ist Cremefarben und in der Mitte ist dann immer die Farbe der entsprechenden Größe aufgedruckt. 

Wir schneiden je nach Hautareal ein Stück Schlauchverband zu und tauchen diesen dann in Schwarztee ein. Der Verband lässt sich ganz einfach zuschneiden da er längs- sowie querdehnbar ist. Ein mega Vorteil wie ich finde da der Verband dort bleibt wo er sein soll und nichts ausleiert bzw ausfranst.  

Fett-Feucht-Verband

Der Schwarztee unterstützt die Haut bei der Regeneration. Ihr könnt auch einfach Wasser benutzen. Die betroffenen Stellen schmieren wir immer ausgiebig mit Creme ein und ziehen dann den nassen Schlauchverband darüber. Das Gefühl finde ich super. Es ist erstmal nass und ungewohnt und danach kühlt der Verband die Haut. Man kommt nicht an die Haut ran um sich zu Verletzen. Zum Schluss wickeln wir immer noch eine handelsübliche Binde drum herum. So geht Collin ins Bett und am Morgen machen wir alles wieder ab. Durch die Creme und den Schlauchverband kann die Haut über Nacht regenerieren.  

Hier ein paar Vorteile in Kurzform:

  • durch eine sehr hohe Dehnbarkeit kann er flexibel zugeschnitten werden
  • es irritiert nichts auf der Haut (was für uns absolut wichtig ist)
  • muss nicht extra fixiert werden
  • ihr könnt die Stücken waschen und wiederverwenden
  • und das Beste ist, das der Schlauchverband vom Kinderarzt verschrieben werden kann

Ihr könnt Tubifst auch selber kaufen z.B in der Apotheke. Wir bekommen den Verband jedoch immer vom Kinderarzt verschrieben. So eine Rolle ist sehr ergibig was jedoch auch vom Hautzustand und der Anzahl der Behandlungen abhängig ist. 

Kurz gesagt gehört Tubifast mittlerweile zu unserer Pflegeroutine dazu und wenn die Haut zu sehr juckt oder bei größeren Irritationen der Haut, kommt der Verband zum Einsatz. 

Ich kann euch Tubifast also absolut empfehlen. !!!!!

 

Zukunftsgedanken

Kennt Ihr das Gefühl nicht so richtig zu wissen was die Zukunft für einen bereit hält? Ich denke im Moment oft darüber nach. Nicht zu wissen was kommt kann einem wirklich Angst einjagen. Zumindest geht es mir so. Ich muss immer wieder daran arbeiten mein Mindset soweit auszubauen dass ich immer erhobenen Hauptes nach vorn blicken kann. Jeder strauchelt mal oder ist sich nicht Sicher ob das was man tut auch richtig ist. Das ist, denke ich, nur menschlich. Wir sind gerade an einer neuen Stufe im Leben angekommen denke ich:-)

Mein Collin beginnt die 5. Klasse in einer neuen Schule. Damit gehen neue Klassenkameraden und vollkommen neue Herausforderungen einher. Wir kennen es doch alle noch damals als wir in der Situation waren. Die einen gehen los und alles klappt und die anderen brauchen paar Anläufe mehr. Diego wiederum feiert mit uns im September seinen Schulanfang. Er kommt in die 1. Klasse und freut sich, im Moment noch, sehr darauf. 

Manchmal denke ich darüber nach was uns hätte noch treffen können. Klar, Neurodermitis ist scheiße. Das kann man ruhig mal aussprechen und trotzdem bin ich dankbar das es ist, wie es ist. Wenn man einen Weg gefunden hat mit der Situation umzugehen, dann ist das Leben doch schön. Klar das dauert, hat es bei uns auch. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!.

Denkt ja nicht das ich alles richtig mache!. Never. Ganz oft kommen mir Zweifel und die sind gut!! So kann ich mich immer wieder hinterfragen ob mein Weg weiterhin so passt und ob ich was ändern sollte. Man sollte immer mal überprüfen ob man noch nach vorn blickt oder auf der Stelle steht. Ich denke oft darüber nach ob mein Weg der richtige ist. Aber richtig liegt, so denke ich, immer im Auge des betrachters. Wenn es für dich OK ist dann passt es auch. 

Aber zu lange sollte man sich mit solchen Dingen aber auch nicht  belasten sonst dreht man durch:-). Alles zu seiner Zeit und in einer gewissen Dosis. Das Leben ändert sich ja nicht binnen Sekunden. Aber so ist es eben. Wir sollten nach vorn blicken und uns auf das freuen was da kommt, denn jedes Problem, jede Herausforderung und jedes Versagen bringt uns doch am Ende weiter im Leben. 

🙂 Auf Bald.

Träume sind eben nicht immer Schäume:-)

Träume nicht dein Leben sondern Lebe deinen Traum! Dieser Satz geht mir heute nicht mehr aus dem Kopf. Aber was genau bedeutet er? Ich frage mich gerade ob ich schon dort angekommen bin wo ich hin möchte. Ich bin überzeugt das ich noch nicht am Ziel bin. Wir stehen mit beiden Beinen im Leben, wir haben vier tolle Kinder, vernünftige Jobs die unseren Lebensstil sichern, uns geht es allen gut und wir sind gesund wenn man von dem Thema Neurodermitis absieht. 

Wir haben echt schon viel geschafft. Aber will ich das bis zur Rente um dann irgendwann die Augen zu schließen? Manchmal, und im Moment wieder sehr oft, möchte ich aber mehr vom Leben. Ich fühle mich irgendwie zu mehr berufen. Gerade beruflich möchte ich noch ganz andere Berge besteigen. Mein Leben lang Angestellter zu sein, ist nicht mein Bestreben. Ich würde mich gerne beruflich Verwirklichen und mit meiner eigenen Arbeit sowie Engagement meinen Lebensunterhalt bestreiten. Nicht nur das. Ich will mich selber Weiterbringen und anderen helfen die, ebenso wie wir, in das Thema Neurodermitis reingerutscht sind. Ich war wie erschlagen und unfähig einen klaren Gedanken zu fassen, als mir der Arzt die Neurodermitis bestätigt hat. 

Bis heute habe ich Probleme damit. Mal so, mal so. Meist komme ich ganz gut klar denn ich bin einfach so und kann es nicht ändern. Obwohl ich oft das Gefühl habe angestarrt zu werden wenn ich mal wieder einen Schub habe. Ich habe die Neurodermitis meist im Gesicht und am Dekoltee. Es war sehr schwer sich anderen gegenüber zu öffnen und zu sagen was einen bewegt. Ich habe dafür aber sehr gute Freunde mit denen ich über alles reden kann. Man kann vieles bewegen aber zum Schluss schafft man die großen Schritte des Lebens nur mit Freunden, der Familie und deren Unterstützung. So denke ich. Mag sein das es auch Ausnahmen gibt. Wenn ich mit meiner Erfahrung nur einem Menschen helfen kann dann ist doch schon alles gewonnen:-)

Ich denke jeder steht irgendwann vor der Wahl sein Leben so weiter zu gehen oder eine neue Richtung zu finden. Was man daraus macht ist jedem selber überlassen. Mein guter Freund Marco Franke hat einmal zu mir gesagt dass sich jeder selber verwirklichen kann. Man muss nur losgehen und sehen wo der Weg hinführt. So in etwa habe ich es zumindest verstanden:-)

Also nicht nur vom Weg sprechen sondern Ihn auch gehen! Genau das nehme ich mir vor und bin sehr gespannt was sich mir im Leben noch so für Richtungen auftun. Mit Sicherheit auch Sackgassen. Aber es geht immer weiter.

Bis Bald.

Hautprobleme in der Schwangerschaft

Meine letzte Schwangerschaft ist nun schon 2 Jahre her. Ach, manchmal erinnere ich mich doch wehmütig daran das ich kein Kind mehr bekomme. Wir haben 4 wundervolle Kids und kommen auch gut zurecht. Ich hatte jedoch, in der Schwangerschaft noch mehr, sehr unter meiner Neurodermitis zu leiden. Das klingt immer irgendwie extrem, ich weiß. Ich glaube auch dass Menschen, ohne diese Hautprobleme, gar nicht mitreden können. Sie können gerade den psychischen Aspekt überhaupt nicht nachvollziehen. Daher sollten sie auch nicht urteilen, was viele ohne nachzudenken tun. Leider. 

In vielen Fällen tritt Neurodermitis bereits am Anfang der Schwangerschaft auf. Bei ca. 30 Prozent der Betroffenen werden die sowieso schon vorhandenen Hautprobleme schlimmer. Die Prozentzahl habe ich mal wo gelesen:-) . So kann ich den Sachverhalt auch wiedergeben und bestätigen. Die Haut war oft rau, rissig und hat fürchterlich gejuckt. Wie oft ich dalag und mein Partner mich eingecremt hat und gleich noch gekrault. Das habe ich genossen. Denn das kann ich selber so nicht tun. Wenn ich mich selber kraule, kratze ich mich automatisch irgendwann. Das passiert mir dann nicht:-)

Ihr habt sicherlich ähnliche Erfahrungen gemacht. 

Ich selber bade unheimlich gern. Ich schaue dass mein Mann für die Kinder zur Verfügung steht und lese dann in aller Ruhe ein Buch. Das kann schon mal 2 Stunden dauern. Genau das ist jedoch eigentlich eher Kontraproduktiv. Durch zu langes und heißes baden trocknet die Haut noch mehr aus. Man sollte nur kurz duschen und eine milde hautfreundliche Waschlotion verwenden. Linderung können rückfettende Maßnahmen, kühles Abduschen und feuchte Umschläge bringen. Ich selber habe auch immer Antihistaminika zu Hause welche ich auch in der Schwangerschaft , natürlich nur nach Bedarf, eingenommen habe. Soviel zur Theorie. Ich selber habe die Pflegesalben meines Sohnes sowie seine Kortisonsalbe mitverwendet. Die Pflegesalbe (Exipial Lipolotio) müssen wir sowieso selbst kaufen.

Ich bin schon als Säugling an Neurodermitis erkrankt und habe daher mit einer Verschlimmerung gerechnet. Wer jedoch damit noch keine Berührung hatte ist sicherlich total verunsichert. Es ist oft nur eine zeitlich begrenzte Belastung welche meist nach der Entbindung wieder verschwindet. Meistens. Davon ging ich nicht aus von daher habe ich diese Hoffnung nicht wirklich aufkommen lassen.

Ich kann gern noch weiter ins Detail gehen oder auch gern Fragen beantworten falls Ihr gern weitere informationen haben möchtet. 

In diesem Sinne bis Bald:-)

Erwartungen

Heute hatte ich mal wieder so einen Tag, den man eigentlich nur abhaken kann. Ich bin heute so richtig mit meinem, ich glaube pupertierenden, Sohn aneinandergeraten mit dem Ende das mir an den Kopf geworfen wurde ich würde viel zu viel von ihm erwarten. 

In dem Moment habe ich das als Rebellion abgetan. Aber später kreisten meine Gedanken immer wieder um dieses Thema. Hat er recht? Erwarte ich zu viel von meinem 10-jährigen Sohn? Wo genau gehen denn zu hohe Erwartungen los?

Ich erwarte Mittlerweile das die Hautpflege meines Sohnes jeden Tag ordentlich funktioniert. Bedeutet er cremt sich frühs ordentlich ein und dann abends nochmal. Das sind so Sachen die er einfach selber machen muss. Er muss auch die Konsequenzen kennenlernen wenn er seine Haut nicht so einschmiert wie es sein sollte. Ich achte da auch sehr drauf das er das laut Hautpflegeplan nach und nach macht. Nur ist es eben auch oft so das er keinerlei Lust hat sich ordentlich ein zu cremen. Gerade dieser Sachverhalt war heute so der Killer:-)

Ich meine das solche Stresssituationen am Ende zu seelischen Belastungen führen. Auch Angst und Schuldgefühle führen zu Juckreiz und die damit verbundenen Folgen. Der Körper reagiert auf starken Stress oft wie auf einen Mückenstich. Das habe ich so erlebt bzw empfunden. Histamin wird freigesetzt, um die Entzündungsphase der Wundheilung anzuregen. Das geht mit Schwellung, Rötung und Jucken einher. Bei starkem Stress kann deine Haut also auch ohne Einwirkung von außen jucken. Genau das kann ich aus meiner Sicht bestätigen. Ich merke oft dass ich bei Collin eine Schwelle überschreite die ich als normal empfinde, er aber schon als viel zu weit. Klingt irgendwie sehr kompliziert was. 

Manchmal muss man einfach loslassen und die Dinge laufen lassen. Das ist unheimlich schwer. Es gibt so viele Momente wo ich den Kampf verloren habe….und ich hasse mich dafür. Aber das ist es was ich immer wieder sagen. Wir Eltern sind auch nur Menschen die versuchen das beste für unsere Kinder zu tun und zu wollen. Manchmal geht das nur leider nicht weil unsere Kinder auch einfach eigene Erfahrungen machen müssen. Dazu gehört eben auch das er merken muss wie sich sein Hautzustand verändert wenn die Hautpflege nicht so stimmig ist, wie wenn die Mutti dahinter steht. 

Wir sind alle Menschen mit Fehlern. Niemand ist davon ausgenommen. Aber genau das macht uns doch aus oder!

Bis Bald:-)

Kopfkino

Kennt ihr das auch wenn man Abends total erschöpft vom Tag ist, man aber einfach nicht ins Bett gehen will? Der ganze Tag besteht aus Kinder, die in die Kita gebracht werden müssen danach Arbeiten und zum Schluss wieder Haushalt, Abendessen machen und Brotbüchsen füllen. Wenn dann gegen halb 9 alle restlos im Bett sind sind da auch noch unsere Hühner. Und wenn dann mal alles geschafft ist bin ich so fertig das ich auf dem Sofa einschlafen könnte:-).

Und genau dann gönne ich mir einen schönen Wein und lege die Beine hoch bzw lasse meine Tag nochmal vor mir durchlaufen. Denn dies sind genau diese Momente welche nur mir allein gehören. Nur für mich ganz allein. Das ist so schön wenn es mal ruhig ist und niemand brüllt, schreit oder sich streitet! Ich vermute das es vielen Paaren so geht bzw Eltern deren Fokus einfach auf Kindern und all das drum herum liegt. Ist ja auch völlig normal und legitim. Ist bei uns auch nicht anders. 

Gerade wenn man Kinder mit Neurodermitis hat ist eine kleine Auszeit ab und an, enorm wichtig. Du kannst nicht immer am Ball sein, jeden Tag 200 Prozent geben, alles für die Kids machen und dich dabei völlig vergessen. Ich habe die Erfahrung gemacht das es solche und solche Zeiten gibt. Es ist nicht jeden Tag gleich anstrengend gerade was die Haut betrifft. Manchmal gibt es auch entspanntere Tage:-) Trotzdem ist es für die Psyche wichtig auch einfach einmal durchzuatmen. In Ruhe einen Kaffee trinken oder Abends ein tolles Buch lesen. Und da ja, Gott sei Dank, jeder was anderes unter Entspannung versteht, gibt es da auch so unendlich viele Möglichkeiten:-)

Was ich noch sehr gern tue ist nähen. Leider komme ich irgendwie in den letzten Wochen nicht dazu;-). Meist hüpfen dann nur “Lumpihosen” vom Band. Wir haben eine gute Bekannte welche selber 6 Kinder hat. Die jüngsten grad 6 Monate und die ist unheimlich Produktiv. Ich weiß nicht wie sie das anstellt aber ich ziehe meinen nicht vorhandenen Hut vor ihr:-)

 Aber genau das ist es doch was wirklich wichtig ist. Du solltest dir Hobbys suchen oder Sachen machen welche dir einfach gut tun. Die Neurodermitis ist da und nimmt ja oft sehr viel Platz ein. Genau deswegen braucht man Ablenkung damit auch Raum für anderes bleibt um mal den Kopf frei zu bekommen:-)

So handhaben wir die Sache und fahren gut damit:-)

Bis Bald und Gute Nacht. 

Urlaubsplanung

Hallihallo:-)

Derzeit schauen wir gerade wohin wir in den Urlaub fahren könnten. Einmal im Jahr muss ich einfach raus. Weg von daheim und einfach mal was anderes sehen. Geht euch doch sicherlich auch so oder? Als ich darüber nachdachte ob die derzeitige Coronasituation einen Urlaub überhaupt zulässt, kam mir die Idee des heutigen Beitrags.

Wie geht man einen Urlaub mit Kindern an, die Neurodermitis haben? Ganz ehrlich bei uns ist das immer ein wahnsinniger Aufwand:-). Wobei das mit 4 Kindern sowieso wahnsinniger Aufwand ist, schon ohne das Thema Neurodermitis. Was wir als erstes einpacken sind unsere Milbenencasings. Encasings, also milbendichte Schutzbezüge für Matratzen, Kopfkissen und Bettdecken sollen verhindern, dass Hausstauballergiker mit Bettmilben in Kontakt kommen. Der Name Encasing kommt vom englischen Wort „to encase“ und bedeutet auf Deutsch so viel wie „überziehen, einhüllen“.

Wir haben mittlerweile auf allen Betten diese Encasings angebracht. Unsere wurden uns vom Kinderarzt verschrieben und von der AOK  bezahlt. Es gibt hier zich Optionen und Möglichkeiten. Gerade auf unserem Ehebett war mir das extrem wichtig da er heute noch gerne Kuscheln kommt. Da komme ich zum Thema wo sind denn die meisten Milben anzutreffen? Genau, im Schlafzimmer. Daher sollte dort auch niemals mehr wie 18 Grad Celsius sein. Auch Pflanzen haben wir keine im Schlafzimmer. Wir waschen die zweimal im Jahr was ein heiden Aufwand ist. 

Ein Allergietest beim HNO hat damals die Erkenntnis gebracht das bei Collin was nicht stimmen kann. Er hatte jeden Morgen dicke Augen und Schnupfen. Dann ging alles sehr schnell und ich hatte einen Allergieausweis in der Hand:-) 

Aber wie gesagt es gibt auch schlimmeres. Man muss sich eben damit befassen und sich darauf einstellen. 

Des weiteren haben wir unsere Tasche mit verschiedenen Salben welche wir dann zur Basispflege täglich brauchen. Auch ein paar Stücke Schlauchverband sind immer im Gepäck. Zu den Fett-Feuchten-Verbänden habe ich ja bereits geschrieben in einem meiner letzten Texte. 

Es ist halt wichtig im Vorfeld alles gut durch zu Planen und dann funktioniert das auch. Ich habe immer alles dabei um auf jede Situation angemessen reagieren zu können.

Zum Schluss ist es wichtig wie Ihr mit der Situation umgeht und dann wird das schon!

Bis Bald:-)

Das wirklich wichtige im Leben

Heute drehen sich meine Gedanken irgendwie immer um das Thema “Danke Sagen”. Ich hatte auf Arbeit so ein Telefonat heute was mich sehr zum Nachdenken gebracht hat. Es ging um eine Kundin die viele Unstimmigkeiten in ihrer Immobilie hat und der ich in verschiedenen Themengebieten weiterhelfen konnte. Zum Schluss sagte sie von Herzen “Danke” und meinte ich hätte ihr Wochenende erhellt:-). Das ist wie ein kleiner Ritterschlag was auch mal ein schönes Gefühl ist!:-)

Diese Gedanken umkreisten mich bis heute Abend und sind jetz Thema meines heutigen Beitrages. Wir sehen ja meist alles als Selbstständigkeit an und verkennen die wichtigen Dinge des Lebens. Ich denke jeder kann sich damit vielleicht ein bisschen Identifizieren. Wahrscheinlich am allermeisten ich denn mir geht des öfteren mal der Blick für das wirklich essentielle im Leben verloren. Ich habe einen tollen Mann, den ich wirklich sehr Liebe, und 4 mega tolle Kinder welche ich niemals wieder im Leben missen möchte. Wir haben uns nach und nach eine schöne Wohnung gebaut und stehen mit beiden Beinen im leben. Trotzdem geht durch Alltag und Routine immer mal was von dem Gedankengut verloren. Aber ich rufe mir das gern immer mal wieder auf:-) 

Ich bin sehr stolz auf meine Kinder da jeder für sich eine ganz tolle, individuelle Persönlichkeit geworden ist. Gerade Collin hatte wahrscheinlich durch die Neurodermitis am meisten einschränkungen bisher. Wobei ich sagen muss das es auf der Welt schlimmeres gibt als Neurodermitis. Der Gedanke hilft mir persönlich während dieser Schübe, bei Collin oder mir selber, am meisten. Ich versuche immer wieder die Neurodermitis einfach zu ignorieren. Dann hat er Flecken, dann ist es halt so. Das cremen Morgens und Abends gehört eh dazu, was solls. Wenn du das deinem Kind selbstbewusst zu vermitteln vermagst, ist doch alles prima.

Du bist schön und wertvoll so wie du bist egal ob Neurodermitis oder nicht. Aber auch ich strauchle manchmal. Das ist normal und menschlich. Es ist normal das man nicht immer stark sein kann. Ich habe die Erfahrung gemacht das es am besten ist einfach seinen Alltag mit der Hautkrankheit zu leben ohne ihr große Beachtung zu schenken. Einfach Leben und das Thema einfach nicht zum Thema machen. Bei und klappt das recht gut. Meistens:-) Wie gesagt, niemand ist perfekt auch nicht der, der es noch so sehr behauptet. 

Und da mein Sohn grad ohne die Mama nicht schlafen kann, sage ich bis Bald:-)