Wann sind wir eigentlich zufrieden?

Ich freue mich gerade wie ein kleines Kind vor Weihnachten. Wir haben heute unser Ferienhaus gebucht und hoffen dass uns Corona nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht. Endlich abschalten und mal raus aus dem Alltag. Ein paar Tage Urlaub tut uns allen gut und lässt uns mal was anderes sehen und hören außer Corona. Zumindest hoffen wir das. 

Ich muss dazu sagen, das ich mit dem Thema Corona mehr als skeptisch umgehe. Wir verleugnen Corona nicht, jedoch finden wir die Einschränkungen zu diesem Thema mehr als grenzwertig und unangemessen. Ich möchte nicht wissen wie viele Betriebe der Gastronomie oder der Veranstaltungsbranche darunter Pleite gehen. Zu diesem Thema könnte ich mich ewig auslassen. Mittlerweile ist ja auch die Priorisierung der Berufsgruppen aufgehoben worden soweit ich informiert bin und das wird auch höchste Zeit!! JEDER der mit seinem Job seinen Lebensunterhalt bestreitet IST Systemrelevant!! Ich fühle mich schon als Mensch 2ter Klasse behandelt wenn ich als Kundenbetreuerin im Büro nicht wichtig genug bin um meine Kids in die Kita zu bringen und arbeiten zu gehen. Nein, ich hatte keinen Anspruch auf Notbetreuung und musste daher diverse Kindkranktage in Anspruch nehmen. 

Mich hat das derart frustriert dass sich das am Ende auf die ganze Familie ausgewirkt hat. Zum Schluss haben wir, und tun wir bisher auch immer noch nicht, keine Nachrichten mehr geschaut. Es gibt doch mittlerweile kaum noch andere Themen als Gewalt, Ausländerhass sowie deren Auswirkungen und eben Corona. Was wir extrem merken ist die angespannte Psyche bei Collin. Bei uns Eltern aber am Ende genauso. Er kommt kaum zur Ruhe und ist am Ende auch öfter drinnen als sonst. Wir gehen viel raus auch durch das Gehöft und die Tiere. Aber ohne regelmäßige Schule und die sportlichen- sowie gesellschaftlichen Aktivitäten ist man halt mehr zu Hause. Er hat einfach gerade diese Null-Bock-Stimmung welche ich ja nachvollziehen kann aber es uns eben nicht immer leicht macht. Das zeigt sich auch beim Thema eincremen. Dies hatte ich ja schonmal angesprochen. Mal so und mal so:-)

Es ist einfach die Luft komplett raus und ich würde gern wieder zur Normalität übergehen. Ein bisschen naiv aber man soll ja noch Träumen dürfen:-)

Ich bringe hier lediglich meine Meinung und mein Empfinden zum Ausdruck. Selbstverständlich respektiere ich die Meinung anderer. Ich lasse auch gern mit mir reden und diskutiere gern über verschiedene Meinungsansätze. Aber ich lasse mir meinen Mund eben auch nicht verbieten. Klar setze ich die Maske im Laden auf und mache einen Coronatest wenn ich gewisse Dinge erledigen will. Weil es eben im Moment nicht anders geht.! Ich finde aber sehr wohl dass vieles für mich nicht zusammenpasst. 

Trotzdem denke ich das wir alle gestärkt aus der Sache rausgehen werden und jeder seinen Weg gehen wird. Ich bin der Überzeugung dass immer eine Tür aufgeht wenn sich vorher eine geschlossen hat. Ich habe mich gewagt diesen Blog hier zu starten und Euch einfach von unserem Leben und unseren Erfahrungen zu berichten. Das war auch für mich eine völlig neue Erfahrung die mich in meinem Selbstbewusstsein gestärkt hat. Wir werden das alles durchstehen und ganz bestimmt werdet ihr auch etwas positives an bzw bei Euch entdecken. Immer nach vorn, nie nach hinten schauen. Dies ist mein Motto und ich versuche es täglich zu realisieren. Gott sei Dank sind wie alle nur Menschen und fallen mal hin. Krone richten und weiter!:-)

Bis Bald

Zukunftsgedanken

Kennt Ihr das Gefühl nicht so richtig zu wissen was die Zukunft für einen bereit hält? Ich denke im Moment oft darüber nach. Nicht zu wissen was kommt kann einem wirklich Angst einjagen. Zumindest geht es mir so. Ich muss immer wieder daran arbeiten mein Mindset soweit auszubauen dass ich immer erhobenen Hauptes nach vorn blicken kann. Jeder strauchelt mal oder ist sich nicht Sicher ob das was man tut auch richtig ist. Das ist, denke ich, nur menschlich. Wir sind gerade an einer neuen Stufe im Leben angekommen denke ich:-)

Mein Collin beginnt die 5. Klasse in einer neuen Schule. Damit gehen neue Klassenkameraden und vollkommen neue Herausforderungen einher. Wir kennen es doch alle noch damals als wir in der Situation waren. Die einen gehen los und alles klappt und die anderen brauchen paar Anläufe mehr. Diego wiederum feiert mit uns im September seinen Schulanfang. Er kommt in die 1. Klasse und freut sich, im Moment noch, sehr darauf. 

Manchmal denke ich darüber nach was uns hätte noch treffen können. Klar, Neurodermitis ist scheiße. Das kann man ruhig mal aussprechen und trotzdem bin ich dankbar das es ist, wie es ist. Wenn man einen Weg gefunden hat mit der Situation umzugehen, dann ist das Leben doch schön. Klar das dauert, hat es bei uns auch. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!.

Denkt ja nicht das ich alles richtig mache!. Never. Ganz oft kommen mir Zweifel und die sind gut!! So kann ich mich immer wieder hinterfragen ob mein Weg weiterhin so passt und ob ich was ändern sollte. Man sollte immer mal überprüfen ob man noch nach vorn blickt oder auf der Stelle steht. Ich denke oft darüber nach ob mein Weg der richtige ist. Aber richtig liegt, so denke ich, immer im Auge des betrachters. Wenn es für dich OK ist dann passt es auch. 

Aber zu lange sollte man sich mit solchen Dingen aber auch nicht  belasten sonst dreht man durch:-). Alles zu seiner Zeit und in einer gewissen Dosis. Das Leben ändert sich ja nicht binnen Sekunden. Aber so ist es eben. Wir sollten nach vorn blicken und uns auf das freuen was da kommt, denn jedes Problem, jede Herausforderung und jedes Versagen bringt uns doch am Ende weiter im Leben. 

🙂 Auf Bald.

Hautprobleme in der Schwangerschaft

Meine letzte Schwangerschaft ist nun schon 2 Jahre her. Ach, manchmal erinnere ich mich doch wehmütig daran das ich kein Kind mehr bekomme. Wir haben 4 wundervolle Kids und kommen auch gut zurecht. Ich hatte jedoch, in der Schwangerschaft noch mehr, sehr unter meiner Neurodermitis zu leiden. Das klingt immer irgendwie extrem, ich weiß. Ich glaube auch dass Menschen, ohne diese Hautprobleme, gar nicht mitreden können. Sie können gerade den psychischen Aspekt überhaupt nicht nachvollziehen. Daher sollten sie auch nicht urteilen, was viele ohne nachzudenken tun. Leider. 

In vielen Fällen tritt Neurodermitis bereits am Anfang der Schwangerschaft auf. Bei ca. 30 Prozent der Betroffenen werden die sowieso schon vorhandenen Hautprobleme schlimmer. Die Prozentzahl habe ich mal wo gelesen:-) . So kann ich den Sachverhalt auch wiedergeben und bestätigen. Die Haut war oft rau, rissig und hat fürchterlich gejuckt. Wie oft ich dalag und mein Partner mich eingecremt hat und gleich noch gekrault. Das habe ich genossen. Denn das kann ich selber so nicht tun. Wenn ich mich selber kraule, kratze ich mich automatisch irgendwann. Das passiert mir dann nicht:-)

Ihr habt sicherlich ähnliche Erfahrungen gemacht. 

Ich selber bade unheimlich gern. Ich schaue dass mein Mann für die Kinder zur Verfügung steht und lese dann in aller Ruhe ein Buch. Das kann schon mal 2 Stunden dauern. Genau das ist jedoch eigentlich eher Kontraproduktiv. Durch zu langes und heißes baden trocknet die Haut noch mehr aus. Man sollte nur kurz duschen und eine milde hautfreundliche Waschlotion verwenden. Linderung können rückfettende Maßnahmen, kühles Abduschen und feuchte Umschläge bringen. Ich selber habe auch immer Antihistaminika zu Hause welche ich auch in der Schwangerschaft , natürlich nur nach Bedarf, eingenommen habe. Soviel zur Theorie. Ich selber habe die Pflegesalben meines Sohnes sowie seine Kortisonsalbe mitverwendet. Die Pflegesalbe (Exipial Lipolotio) müssen wir sowieso selbst kaufen.

Ich bin schon als Säugling an Neurodermitis erkrankt und habe daher mit einer Verschlimmerung gerechnet. Wer jedoch damit noch keine Berührung hatte ist sicherlich total verunsichert. Es ist oft nur eine zeitlich begrenzte Belastung welche meist nach der Entbindung wieder verschwindet. Meistens. Davon ging ich nicht aus von daher habe ich diese Hoffnung nicht wirklich aufkommen lassen.

Ich kann gern noch weiter ins Detail gehen oder auch gern Fragen beantworten falls Ihr gern weitere informationen haben möchtet. 

In diesem Sinne bis Bald:-)

Erwartungen

Heute hatte ich mal wieder so einen Tag, den man eigentlich nur abhaken kann. Ich bin heute so richtig mit meinem, ich glaube pupertierenden, Sohn aneinandergeraten mit dem Ende das mir an den Kopf geworfen wurde ich würde viel zu viel von ihm erwarten. 

In dem Moment habe ich das als Rebellion abgetan. Aber später kreisten meine Gedanken immer wieder um dieses Thema. Hat er recht? Erwarte ich zu viel von meinem 10-jährigen Sohn? Wo genau gehen denn zu hohe Erwartungen los?

Ich erwarte Mittlerweile das die Hautpflege meines Sohnes jeden Tag ordentlich funktioniert. Bedeutet er cremt sich frühs ordentlich ein und dann abends nochmal. Das sind so Sachen die er einfach selber machen muss. Er muss auch die Konsequenzen kennenlernen wenn er seine Haut nicht so einschmiert wie es sein sollte. Ich achte da auch sehr drauf das er das laut Hautpflegeplan nach und nach macht. Nur ist es eben auch oft so das er keinerlei Lust hat sich ordentlich ein zu cremen. Gerade dieser Sachverhalt war heute so der Killer:-)

Ich meine das solche Stresssituationen am Ende zu seelischen Belastungen führen. Auch Angst und Schuldgefühle führen zu Juckreiz und die damit verbundenen Folgen. Der Körper reagiert auf starken Stress oft wie auf einen Mückenstich. Das habe ich so erlebt bzw empfunden. Histamin wird freigesetzt, um die Entzündungsphase der Wundheilung anzuregen. Das geht mit Schwellung, Rötung und Jucken einher. Bei starkem Stress kann deine Haut also auch ohne Einwirkung von außen jucken. Genau das kann ich aus meiner Sicht bestätigen. Ich merke oft dass ich bei Collin eine Schwelle überschreite die ich als normal empfinde, er aber schon als viel zu weit. Klingt irgendwie sehr kompliziert was. 

Manchmal muss man einfach loslassen und die Dinge laufen lassen. Das ist unheimlich schwer. Es gibt so viele Momente wo ich den Kampf verloren habe….und ich hasse mich dafür. Aber das ist es was ich immer wieder sagen. Wir Eltern sind auch nur Menschen die versuchen das beste für unsere Kinder zu tun und zu wollen. Manchmal geht das nur leider nicht weil unsere Kinder auch einfach eigene Erfahrungen machen müssen. Dazu gehört eben auch das er merken muss wie sich sein Hautzustand verändert wenn die Hautpflege nicht so stimmig ist, wie wenn die Mutti dahinter steht. 

Wir sind alle Menschen mit Fehlern. Niemand ist davon ausgenommen. Aber genau das macht uns doch aus oder!

Bis Bald:-)

Kopfkino

Kennt ihr das auch wenn man Abends total erschöpft vom Tag ist, man aber einfach nicht ins Bett gehen will? Der ganze Tag besteht aus Kinder, die in die Kita gebracht werden müssen danach Arbeiten und zum Schluss wieder Haushalt, Abendessen machen und Brotbüchsen füllen. Wenn dann gegen halb 9 alle restlos im Bett sind sind da auch noch unsere Hühner. Und wenn dann mal alles geschafft ist bin ich so fertig das ich auf dem Sofa einschlafen könnte:-).

Und genau dann gönne ich mir einen schönen Wein und lege die Beine hoch bzw lasse meine Tag nochmal vor mir durchlaufen. Denn dies sind genau diese Momente welche nur mir allein gehören. Nur für mich ganz allein. Das ist so schön wenn es mal ruhig ist und niemand brüllt, schreit oder sich streitet! Ich vermute das es vielen Paaren so geht bzw Eltern deren Fokus einfach auf Kindern und all das drum herum liegt. Ist ja auch völlig normal und legitim. Ist bei uns auch nicht anders. 

Gerade wenn man Kinder mit Neurodermitis hat ist eine kleine Auszeit ab und an, enorm wichtig. Du kannst nicht immer am Ball sein, jeden Tag 200 Prozent geben, alles für die Kids machen und dich dabei völlig vergessen. Ich habe die Erfahrung gemacht das es solche und solche Zeiten gibt. Es ist nicht jeden Tag gleich anstrengend gerade was die Haut betrifft. Manchmal gibt es auch entspanntere Tage:-) Trotzdem ist es für die Psyche wichtig auch einfach einmal durchzuatmen. In Ruhe einen Kaffee trinken oder Abends ein tolles Buch lesen. Und da ja, Gott sei Dank, jeder was anderes unter Entspannung versteht, gibt es da auch so unendlich viele Möglichkeiten:-)

Was ich noch sehr gern tue ist nähen. Leider komme ich irgendwie in den letzten Wochen nicht dazu;-). Meist hüpfen dann nur “Lumpihosen” vom Band. Wir haben eine gute Bekannte welche selber 6 Kinder hat. Die jüngsten grad 6 Monate und die ist unheimlich Produktiv. Ich weiß nicht wie sie das anstellt aber ich ziehe meinen nicht vorhandenen Hut vor ihr:-)

 Aber genau das ist es doch was wirklich wichtig ist. Du solltest dir Hobbys suchen oder Sachen machen welche dir einfach gut tun. Die Neurodermitis ist da und nimmt ja oft sehr viel Platz ein. Genau deswegen braucht man Ablenkung damit auch Raum für anderes bleibt um mal den Kopf frei zu bekommen:-)

So handhaben wir die Sache und fahren gut damit:-)

Bis Bald und Gute Nacht. 

Mental Stark

Heute frage ich mich wie es wohl meiner Mutti damals 1989 erging als ich noch klein war. Früher hatte ich, im vergleich zu heute, wesentlich mehr Hautprobleme. Ich sah wirklich schlimm aus. Meine befallenen Hautareale erstreckten sich vom Gesicht über die Arme vorbei an den Kniebeugen bis zu den Versen. Heute ist es noch das Dekoltee und das Gesicht sowie die Arme. Welches Verhalten meiner Mutter hat mich wohl so geprägt das ich heute ähnlich oder genauso wie sie damals mit der Neurodermitiserkrankung meiner Kinder umgehe? 

Das sind so die Gedanken die mich heute beschäftigen. Sie hat damals auch alles versucht um mir zu helfen, was manchmal so derartig an den Nerven zehrt, das man am liebsten weglaufen möchte.Da wäre die andere Seite der Welt nicht weit genug manchmal:-).

Meist sind es doch die Eltern die einem hier wertvolle Tipps und Erfahrungen mitgeben und die meist mit Rat und Tat zur Verfügung stehen. Gerade ich hatte damals sehr viele Probleme und meine Mutti hat sehr viel gecremt, verbunden und getröstet. Was mich heute noch sehr prägt und was ich meinen Kindern auch mitgeben will, ist ein großes und starkes Selbstbewusstsein. Das ist fast das allerwichtigste denn Kinder können die schlimmsten Stinker sein. Schlimmer noch als manch Erwachsener. Aber warum? Weil man die schwäche der anderen Ausnutzt um sich selbst zu profilieren.

Meist sind das die schwächsten, verpacken das nur anders. Es ist so so wichtig das wir unsere Kinder aufbauen, ihnen zeigen dass sie genauso wie sie sind, perfekt sind. Es gibt keinen Standard. Meist sind es Kinder die einfach keine Ahnung haben was Neurodermitis ist und dem dann mit Zurückhaltung und Furcht begegnen. Oder es sind die Eltern. Und das sage ich weil ich es in meiner Kindheit und Jugend so erlebt habe. Man soll niemanden anfassen der “so” aussieht!!! Ich könnte mich aufregen über so viel Intoleranz. Es ist nur ein verschwindend geringer Teil aber leider gibt es sowas. Wie sollen Kinder denn tolerant durchs Leben gehen wenn sie von den Eltern schon so geprägt werden? Naja es gibt so Sachen die muss man nicht verstehen.

Meine eigene Art mit der Neurodermitis meiner Kinder um zu gehen ist eher locker. Ich bin hinterher mit dem Salben und versuche Auslöser zu vermeiden. Aber das klappt nicht immer:-).

Manchmal bin ich genauso Überfordert wie ihr alle sicherlich auch. Manchmal bin ich auch laut und vielleicht auch unfair meiner Kinder gegenüber wenn ich mit den Nerven am Ende bin. Und das passiert. Wir sind alle Menschen. Collin kratzt ja nicht um mich zu ärgern aber manchmal ist halt ein Moment zu viel des Guten.

Ich finde es jedoch wichtig zu seinen Fehlern zu stehen und den Kindern genau das zu vermittelt. Niemand ist perfekt, auch wir Eltern nicht.

In diesem Sinne seid Stark und Selbstbewusst dann sind es auch eure Kinder!

Bis Bald:-)

Ein bisschen abgeschweift:-)

Im Moment geht mir so viel sinnloser Mist durch den Kopf das mir der Blick für die wirklich wichtigen Dinge einfach fehlt. Die ganzen äußeren Einflüsse gerade, die Unzufriedenheit vieler Leute inklusive mir und einfach die Ohnmacht gerade geben mir wirklich zu denken. Was ist denn nur los im Moment in dem Land. Die Schulen sind zu und die Kindergärten werden, bei den steigenden Zahlen im Moment, bald ebenso folgen. Homescooling für den Großen und die Kleinen sowie ich müssen da einfach mitziehen. Papa geht arbeiten (als Hauptverdiener klar!) und Mama muss dann Zuhause sehen wie man alles unter einen Hut bekommt da ich leider nicht Systemrelevant bin.

Im Moment haben ja die Kindergärten noch auf und ich kann meinen Job machen. Wenn wieder alles zu gemacht wird, sehen wir dann was passiert. Ich war ja auch schon  Wochen daheim Anfang des Jahres. Das geht ganz vielen Leuten, so das weiß ich!. Und ich möchte hier auch nicht rumheulen denn wir sind alle gesund und es geht uns auch so gut aber trotzdem ist es langsam einfach nervig.

Am allermeisten Anstinkt es mich an, dass es den Kindern nicht möglich gemacht wird im Freien ihren Lieblingssport auszuüben. Mein Sohn ist in einer Mountainbikegruppe ,welche von ehrenamtlichen Helfern betreut wird. Ich finde das Mega, denn die Kids lernen das sichere Verhalten im Straßenverkehr ( zusätzlich natürlich zum lernen mit den Eltern) sowie das Bike sicher im Outdoorbereich zu beherrschen. Die fegen über Stock uns Stein und das macht den Kids totalen Spaß.

Ich finde jeder sollte seine Kinder dahingehend Leiten das man wenigsten ein klein bisschen Sport macht. Was draus wird ist doch am Ende auch egal Hauptsache Spaß und Bewegung im Freien. Im Leistungssportbereich darf Trainiert werden soweit klar. Aber Kinder dürfen keinen Sport im Verein im Freien und unter Einhaltung der Hygienevorschriften machen? Sorry habe ich kein Verständnis dafür. 

Aber ok. Kurze Gedankenspirale meinerseits.

Collin fährt super gern im Mountainbikeverein mit und würde gern wieder loslegen. Im Moment ist ja auch wieder Schnee. In den Wintermonaten sind die Kids immer in der Sporthalle seiner Grundschule untergebracht und können dort ihre Trainingseinheiten machen bzw sind draußen auf der Langlaufloipe. 

Gerade im Hinblick auf seine Neurodermitis ist die Belastung wichtig. Er kann sich auspowern und psychisch einfach abschalten. Parallel zu Geschwistern und Schule ist das enorm wichtig finde ich. Gerade weil das psychische Gleichgewicht, so finde ich , bei Neurodermitikern mit das wichtigste ist. Aber was soll man tun im Moment. Wir versuchen je nach Wetter raus zu gehen und auf dem Hof das „draußen sein“ mit der Arbeit mit den Tieren zu verbinden. Gerade sind wieder Hühner- sowie Wachtelküken geschlüpft, was gerade zur Ablenkung super gut passt.

Derzeit brauchen wir wieder etwas mehr Pflege sowie leichtes Kortison für die beanspruchten Stellen als in den letzten Monaten aber ich denke dies hängt auch mit der Jahreszeit zusammen. Aber es gibt ja bekanntlich keinen festen Plan sondern nur den individuellen Weg jedes einzelnen. Von daher machen wir das beste draus und halten alle die Ohren steiff:-)

Bis Bald:-)

Herz oder Kopf

Heute gab es mal wieder so einen Moment in dem ich nicht weiter wusste. Einer von vielen, leider ist das manchmal so. Wenn der Kopf die Überhand gewinnt und das Herz das Nachsehen hat. Gerade im Winter durch Schnee und Kälte ist der Juckreiz bei uns sehr viel ausgeprägter als sonst. Gerade die Fußgelenke vorn und hinten, sowie die Hände und Handgelenke sind dann nass und werden wund. Da kommt dann der Juckreiz und es werden wunde und rote Stellen. Ich weiß das und trotzdem erwische ich mich immer wieder dabei meinen Sohn zu belehren das er doch bitte nicht kratzen soll…..Und immer wieder habe ich danach ein schlechtes Gewissen. Er kratzt und verletzt damit wieder seine Haut was wiederum zu erneuten Schmerzen führt. Es ist und bleibt ein ewiger Kreislauf. Jedes mal nehme ich mir vor nichts zu sagen, einfach das Kratzen zu ignorieren. Aber oft kann ich es einfach nicht obwohl ich weiß das es auch für meinen Sohn belastend ist. Ich weiß einfach manchmal nicht weiter. Es ist einfach Überhauptkeiner perfekt!! Für die Kinder ist es meist (!) nicht so schlimm damit umzugehen da es einfach die Normalität ist. Wie Eltern sind die die mitunter einfach zu viel denken.

Weil wir Eltern besser wissen oder verstehen können welches Verhalten sich wie weit auf den Hautzustand auswirkt. Genau das ist der Fehler. Uns Eltern fehlt einfach manchmal die Leichtigkeit es so zu nehmen wie es ist weil wir uns zu viele Gedanken über die Situation drum herum machen. Was denken andere über uns? Was denken andere Kinder über mein Kind wenn sie die Haut sehen? Verständlich aber einfach falsch. Wenn ich so gar nicht klar komme, schnappe ich mir meine Jogamatte, lege eine CD ein, versuche mich zu entspannen um einfach alles los zu lassen. Mann kommt immer mal wieder an seine Grenzen und muss einfach den Weg zum inneren Gleichgewicht finden.

Es ist überhaupt keine Schande mal Schwach zu sein und darüber zu sprechen ist immer besser als es in sich hinein zu fressen. Auch wir Eltern sind oft psychisch arg belastet darum ist es wichtig sich Unterstützung zu holen wenn es mal nicht weiter geht.

Alles wird gut:-)

Der alltägliche Wahnsinn

Was für ein Tag:-)

Jeden Tag aufs neue klopfe ich mir auf die Schultern. Im Moment fühlt sich jeder Tag wie nacktes Überleben an. Klingt vielleicht krass aber ist einfach die Wahrheit.. Auf der anderen Seite geben mir diese Gedanke schon zu denken. Es sind schließlich meine Kinder und ich sollte doch als Vollzeitmutter total glücklich und ausgelastet sein!. Und ich sage euch das bin ich täglich. Es ist für mich mittlerweile echt schwer alles unter einen Hut zu bekommen. Der Große braucht seine Lehrerin (also mich :-)) , ebenso mein Zweitjüngster mit seiner Vorschule. Wollen wir nicht meinen Theo vergessen der noch viel im Kuschelmodus ist und natürlich meine Tochter mit anderthalb Jahren. Alle mit Kids können sich da denke ich ein perfektes Bild machen ;-).

Aber wisst ihr ich bin derzeit so unendlich Stolz auf mich selbst obwohl ich jeden Abend einfach total fertig bin. Denn wir Eltern werden derzeit ungemein gefordert. Was uns jetzt nicht umhaut, lässt uns nur noch mehr wachsen. Derzeit merke ich wieder extrem wie sich die Gesamtsituation auf die Haut meines Sohnes auswirkt. Ich denke es ist eine Mischung aus der Isolation und der allgemeinen Stimmung auch zu Hause. Mir fällt schon täglich auf das er die Hautpflege schleifen lässt. Wird wohl auch mit seinem Alter zu tun haben :-).

Aber grad das rächt sich dann meist wenn die Haut wieder trocken und rau ist und der Juckreiz dadurch noch stärker wird. Aber das wissen wir. Ihm ist das am Ende total Banane, was mich dann wieder auf die Palme bringt. Er macht es einfach:-). Manchmal denke ich, er macht das mit Absicht.

Aber das ist Quatsch eigentlich, das weiß ich. Da können wir am Ende nur pflegen. Wir benutzen derzeit viel die “APP Kindersalbe” von Dr. Beckmann. Die ist wirklich super.

Mehr dazu das nächste mal. Mein Bettchen ruft;-)